Santalales > Santalaceae > Thesium alpinum
(Thesium alpinum)
| VI — VII | Home | Magerrasen, Trockenrasen |
| 10 — 20 cm | indigen | LC |
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| Synonyme: Linosyris alpina, Thesium tenuifolium, Alpen-Bergflachs. Hemikryptophyt, coll-sa. Das Perigon ist meist 4-zipfelig. Zur Fruchtreife ist es nur an der Spitze eingerollt und ist dadurch so lang oder länger als die Frucht. Der Blütenstand ist meist unverzweigt und deutlich einseitswendig. Die schmal-linealen Laubblätter sind einnervig (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien vor. Sie ist nur im alpinen Naturraum häufig, in der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet. Im südlichen Alpenvorland fehlt sie, im pannonischen Raum ist sie spontan unbeständig anzutreffen (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. |
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| Koordinaten des Standortes (ungefähr): 48°11'32.24"N, 14°10'16.71"E. Aufnahmen: 19.06.2016 Heißlände in der Traunau bei Pucking |
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| Alle Thesium-Arten sind Halbschmarotzer, die mittels Haustorien die Wurzeln der Wirtspflanzen anzapfen, um ihnen Nährstoffe zu entziehen. Durch ihre grünen Blätter und Stängel sind sie zur Photosynthese befähigt. |
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| Der Blütenstand ist deutlich einseitswendig! |
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| Das innen weiße Perigon (Unterseite grün) ist 4-zipfelig. |
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| Unter jeder Blüte befinden sich 3 Hochblätter: Das Deckblatt ist mit dem Blütenstiel verwachsen, darüber erkennt man zwei kleinere Vorblätter. Das Perigon ist zur Fruchtreife nur an der Spitze eingerollt. Die Laubblätter sind schmal-linealisch und einnervig. Aufnahmen: 19.05.2007 Heißlände in der Traunau bei Pucking. |
Aus der Flora von Oberösterreich 1876 |
"462. T. alpinum. L. ( Alpen-B .)
T. alpinum ist in der typischen Form und durch die gedrungenen, einseitswendigen Trauben hinreichend ausgezeichnet, in der Form β nähert es sich dem T. pratense, unterscheidet sich aber von diesem durch aufstrebende, nicht wagrecht abstehende Blüthenästchen, einnervige Blätter, glattrandige Deckblätter und den in der Regel 4spaltigen Perigonsaum. Auf Kalkfelsen, im Gerölle, Schutt, Ufersande. α an sonnigen Triften in Alpenthälern bis in die Berg- und Krummholzregion; am Klambauernsattel bei Neustift, am Almkogel bei Weyr (Oberleitner), in der Feichtau am Fusse des hohen Nocks (Engel), auf sämmtlichen Borgen und Voralpen im Stoder und um Spital am Pyhrn; am Schracken, Priel, am Kaibling bei Micheldorf; angesiedelt am Ufer der Steyr bei Klaus (Schiedermayr); am Pyrgas, auf der Speikwiese unter Krummholz; am Dachsteingebirge (Kerner); am Kranabittsattel, am Schafberg, Steingebirge des Attersee’s. Var. β an steinigen, grasigen Ufern des Steyrflusses (Sauter), am Nigelbach in der Feichtau unter Gesträuch." |
| Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 392), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung. |
| Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte |
Letzte Bearbeitung 16.10.2026